musicfromEMU 2012 Logo

musicfromEMU


Dieses Logo bezieht sich auf einen Schriftzug, der mal auf CDs der Plattenfirma EMI gedruckt wurde.

Der bestärkte den Eindruck, dass die Plattenfirma sich als rechtmäßigen Urheber der Musik sah,

obwohl es sich lediglich um den Dachkonzern des eigentlichen Labels (Virgin) handelte, wie auf

dem Foto unterhalb ersichtlich wird. Da keine dieser Organisationen an der Schöpfung der Inhalte

wirklich beteiligt war, sollten sie gewiss nicht das Urherberrecht, meiner Ansicht nach noch nicht

mal das Eigentumsrecht an der Musik in Anspruch nehmen dürfen. Den gleichen Spruch in meiner

Vorstellung eines selbstorganisierten Künstlerverbandes (European Musicians United) zu verwenden,

erscheint mir hingegen durchaus angemessen, zutreffend und auch ein wenig ironisch zu verstehn.

Der erste Upload im Youtube-Channel:

“It won’t take Long Soul Version” ist die ruhige Abwandlung eines Rock&Roll Songs aus dem Jahr 2005 von Jagger/Richards. Bei der Neuaufnahme kommt zur Akustikgitarre ein Samplerythmus aus “Slave” (Rolling Stones 1981) zum Einsatz. Ich habe den Song im Sommer 2007 in einem Schlafzimmer mithilfe von Steinberg Wavelab 4.0 aufgenommen.


nickjans

Von der Bedeutung kreativer Start-Ups für die menschliche Kulturgemeinschaft

Zu Beginn des 21sten Jahrhunderts haben einige entscheidende technologische Veränderungen dazu beigetragen, dass die Distribution jedweder Form von Kulturgut einer konzeptionellen Neuorganisation bedarf. So hat ein Großteil der Konsumenten längst davon Abstand genommen, Musik in Form physischer Tonträger zu erwerben. Die Medienkonzerne, die in der Vergangenheit solche Angebote bereitstellten, haben darauf reagiert, indem sie ihr Musikangebot zum kostenpflichtigen Download ins Internet verlagert haben. Dies widerspricht allerdings den Grundsätzen der kulturellen und kommerziellen Unabhängigkeit des Netzes und verspricht zudem geringe Gewinn-aussichten, da die Inhalte sich der Kontrolle der Konzerne entziehen und in viraler Form weiterverbreiten. Außerdem wird die Existenz der Plattenfirmen in dem Moment obsolet, da die Herstellung physischer Tonträger eingestellt wird. Den Verkaufszahlen zufolge liegt dieser Zeitpunkt in nicht allzu ferner Zukunft, sodass kommende Generationen gefordert sind, radikal neuentwickelte Konzepte für die Verbreitung von Kulturgütern auszuarbeiten. Bei der Durchsetzung solcher Ideen (bekannt als sogenannte Start-Ups) handelt es sich um riskante, nur selten von Erfolg gekrönte Projekte, von denen der Einzelne kaum existieren und schon erst recht keine Familie ernähren kann. Allein der Versuch der Realisierung erfordert das Investieren einer Menge Zeit, Aufwand und Kreativität, wahrscheinlich mehr als dem Durchschnittsmenschen im regulären Berufsleben möglich sein wird. Dennoch ist die gesamte Gesellschaft von zukunftsweisenden neuen Ideen abhängig, die kulturellen Fortschritt garantieren. Wenn man sich nun erfolgreiche kreative Start-Ups der Vergang-enheit anschaut (Twitter sei als nur ein Beispiel genannt) so fällt auf, dass diese Projekte so gut wie immer von Menschen zwischen 20 und 30 in ihrer Studienzeit parallel zur akademischen Ausbildung realisiert wurden. Sie nutzten die einzige Zeit ihres Lebens, in der sie ausschließlich Verantwortung für sich selbst hatten und einen soliden Lebensplan (Studium) verfolgten, für den Versuch, ihre Idee umzusetzen. Hatten sie Erfolg, wurde die Idee nach dem Studium weiterverfolgt, wenn sie scheiterten, hatten sie sich in ihrer Midlife-Crisis nicht vorzuwerfen, es niemals versucht zu haben. Dies soll an Rechtfertigung genügen. In meinem Fall möchte ich während meines Studiums versuchen, eine Kulturgutdistributionsplattform im Internet aufzubauen, die im Konzept ihrer Arbeit einem herkömmlichen Indieplattenlabel (nicht Firma, sondern Label=Tonaufnahmen und Künstlermanagement) ähnelt. Die Idee macht sich jedoch die Verbreitungsmechanismen des Web 2.0 zunutze, das bedeutet, es soll sich nicht um eine langweilige Filesharing-Plattform handeln, eher eine Seite, die jedem Künstler auf einer eigenen, multimedialen Präsentationsseite die Möglichkeit gibt, seine Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen. Die gesamte Plattform benötigt Mitarbeiter verschiedener Qualifikationen, so z.B. Ton- und Aufnahmetechniker, Server- und Internetspezialisten, Fotografen, Journalisten, Veran-staltungsmanager und natürlich die Künstler, derer man laufend neue vom zukunfts-weisenden Konzept der unkommerziellen Ideologie der Kulturverbreitung überzeugen und mit ins Boot holen muss. Im Endeffekt soll eine freie Künstlergemeinschaft entstehen, die ihr Geld beispielsweise durch Veranstaltung gemeinsamer Festivals verdient oder, wie die gnadenlose Leistungsgesellschaft es von Freischaffenden längst fordert, ihre Tätigkeit parallel zu einem Broterwerb ausübt. Ideal wäre natürlich ersteres. Dieses Handout hat nicht den Zweck, meine Mitschüler von meiner konkreten Idee zu überzeugen, vielmehr möchte ich darauf aufmerksam machen, dass die einzige Möglichkeit zum Versuch der Realisierung einer innovativen Idee in der Studienzeit liegt, da häufig unmittelbar danach oder sogar währenddessen Familien gegründet werden und der Druck der Verantwortung dann nie wieder kleiner wird. Die dazu notwendige persönliche Ungebundenheit und Freiheit durch Selbstverantwortung währt nur wenige Jahre, die im Interesse der gesamten menschlichen Kulturgemeinschaft von uns allen sinnvoll genutzt werden sollten. Wer ein am besten noch von den Eltern finanziertes Studium absolviert ohne den Versuch auf eigenen Füßen zu stehen, geht meiner Ansicht nach auch dann nur weiter zur Schule.

nickjans

Introducing the Jumpin’ Jack Flash as a Picture inside a Post:


NJ 2009, Jugendkunstschule Norden

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